Klassizismus

Klassizismus (1755 – 1830)
Mit der franz. Revolution 1789 brach die neue Zeit der Aufklärung an. Die Rechte des kleinen Mannes nahmen langsam Gestalt an, mehr Freiheit für die Leibeigenen und freie Künstler wie z.B. Mozart.Bereits um 1760 galt der Barock in Frankreich bereits als eher geschmacklos. Neue Ideologien, wie z.B. Demokratie oder Individualismus traten in den Vordergrund. Dieses „Neudenken“ brachte wohl diesen mehr geradlinigen und geordneten Stil mit sich. Eine klare Ordnung wurde nun auch im Baustil ersichtlich.

Was macht den Klassizismus aus
Obwohl es auch in früheren Epochen bereits Elemente des Klassizismus gab, wurde dieser Baustil diesmal konsequent angewendet. Erkennbar z.B. an Dreiecksgiebeln und Säulenportalen, gebaut nach griechischem oder römischen Vorbild. Im Gegensatz zum Barock, wurde Dekor nur sparsam verwendet und Stilmittel als sich wiederholendes Elementeingesetzt (z.B. Säulenpilaster und Gesimse).Die Gebäude selbst erinnern stets an einen kubischen Baukörper, teilweise mit über zwei Geschossen reichenden Säulen (Palladianismus = Elementarform des Klassizismus).

Wie entstand der Klassizismus
Opulente ornamentale Kunst des Rokkoko und Barock ging dem Klassizismus voraus. Eine klare und einfach Gliederung nach dem Vorbild der griechischen Klassik war gefordert, die durch die Erforschung der antiken Kunst hervorging.

Bekannte Objekte des Klassizismus
Neue Wache in Berlin, erinnert an griech. Tempel Kasaner Kathedrale in St. Petersburg, Kolonnaden mit korinth.-barockem DekorGran Madre de Dio in Turin,  Rundbau mit römisch-korinthischem Portikus über Freitreppe
Villa Capra bei Vicenza 1591,nach A. Palladio, dem Begründer des PalladianismusPrinzenbau Sigmaringen – klassizistischer Bau